Über Ozeane und Grenzen: Gezielte Unterstützung für medizinische Einrichtungen

Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ist ein grundlegendes Menschenrecht, doch Millionen von Menschen in Afrika haben immer noch keinen Zugang zu diesen lebenswichtigen Ressourcen. Besonders schlimm ist die Situation in ländlichen Gebieten, wo die Menschen oft weite Wege zurücklegen müssen, um Wasser aus verunreinigten Quellen zu holen. Der Mangel an sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen führt zur Ausbreitung von durch Wasser übertragenen Krankheiten, die vor allem für kleine Kinder tödlich sein können.

Im Herzen der Demokratischen Republik Kongo, wo üppige Landschaften ein Bild von natürlicher Schönheit zeichnen, liegt das Abedju-Krankenhaus – eine wichtige Anlaufstelle für die lokale Bevölkerung. Mit rund 50 Betten und spezialisierten Abteilungen für Gynäkologie, Pädiatrie, Chirurgie und Innere Medizin ist das Abedju-Krankenhaus trotz der Herausforderungen, denen es sich stellen muss, ein Zeichen der Hoffnung. Die Armut wirft einen Schatten auf die Region, der sich auf das Leben vieler Menschen auswirkt und sich auch auf die Gesundheitsversorgung erstreckt. Wie viele andere Einrichtungen in ressourcenarmen Gebieten leidet auch das Abedju-Krankenhaus unter finanziellen Schwierigkeiten und kämpft darum, die notwendigen Mittel für eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung seiner Patienten zu erhalten. Tatsächlich deckt das Budget des Krankenhauses nur etwa 75 % der benötigten Mittel ab, so dass es ein ständiger Kampf ist, die Lücke zu schließen und die ständig wachsende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen zu befriedigen.

Mehr Wasser, mehr Hoffnung: Institute Water for Africa e.V.

Um diese Situation zu verbessern, arbeitet Institute Water for Africa e.V. an einem Wasserversorgungsprojekt für das Abedju-Krankenhaus. Denn nach aktueller Lage müssen Mitarbeiter mehrmals täglich die über 1km entfernte Wasserstelle aufsuchen, um die Versorgung des Krankenhauses sicher zu stellen. Transportiert wird das Wasser in Kanistern und per Fußweg. Problematisch ist, dass die so organisierte Wasserversorgung nicht gefiltert und oft bereits mit Bakterien belastet ist. Dies ist nicht zwangsläufig dem Transport verschuldet, sondern dem aus der Quelle entnommenen, bereits verschmutzten Wasser. Darum widmet sich Institute Water for Africa e.V. der Einrichtung eines neuen Wasserversorgungssystems vor Ort. An der vorhandenen Quelle wird Wasser in einem Tiefenbehälter gesammelt, welches dann über Leitungen und mit Hilfe einer Pumpe in einen Hochbehälter auf dem Krankenhausgelände befördert wird. Vor der Nutzung des Wassers erfolgt dann eine Reinigung durch Natriumhypochlorit (NaClO). Außerdem umfasst das Projekt die Installation von Leitungen und Waschbecken in den Patienten- und Untersuchungsräumen. Für den verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Ressourcen bietet Institute Water for Africa e.V. den lokalen Gemeinden Schulungen und Weiterbildungen an (sogenannte WASH-Seminare – Water, Sanitation, Hygiene). Zudem werden lokale Gemeinschaften, insbesondere das medizinische Personal, befähigt, die Verantwortung für den Betrieb und die Wartung von den eingerichteten Systemen zu übernehmen. Dies trägt dazu bei, die Nachhaltigkeit der Umsetzungen zu gewährleisten. Ähnliche transformative Projekte führt Institute Water for Africa e.V. in ganz Afrika durch.

Gemeinsam stark

Als gemeinnützige Organisation, wird Institute Water for Africa e.V. von Freiwilligen geführt. Zur Durchführung ihrer Arbeit sind sie auf Spenden angewiesen. Aus diesem Grund hat medicalvalues beschlossen, sich am Projekt für das Abedju-Krankenhaus zu beteiligen. Wir möchten unsere bestehenden Verbindungen aus Projekten und Kooperationen des medizinischen Bereichs nutzen, um Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Thema wie dieses zu lenken und die Menschen vor Ort zu unterstützen. Denn nach aktuellem Stand ist die Ausstattung im Labor des Abedju-Krankenhauses sehr begrenzt. Sie geht über den Gebrauch einen klassischen Mikroskops, einiger Teststreifen und wenigen analogen Materialien kaum hinaus. Von den beispielsweise in Deutschland geforderten Standards, sind die dort zu Verfügung stehenden Möglichkeiten leider weit entfernt. Aus diesem Grund möchten wir ergänzende Hilfsmittel für medizinische Diagnostik nach Afrika bringen. Das Abedju-Krankenhaus soll so bessere Aussichten für Diagnostik vor Ort bekommen. Unser Ziel ist es, die Einrichtung mit notwendigen Utensilien, wie Hämoglobinometern, Zentrifugen, Pipetten, Schwangerschaftstests und ähnlichen Materialien auszustatten. Mit den fleißigen Organisatoren und Helfern von Institute Water for Africa e.V. werden diese dann auf die Reise nach Afrika gebracht. So können wir sicher stellen, dass die gesammelten Spenden auch tatsächlich an Ort und Stelle ankommen. Gemeinsam rufen wir damit ein Spendenprojekt ins Leben mit dem wir sowohl medizinische Materialien finanzieren, als auch den dortigen Brunnenbau fördern wollen. Jede Form der Unterstützung, egal in welchem Umfang, trägt wesentlich zur Verwirklichung dieser Ziele bei!

Den entscheidenden Unterschied machen

Um uns in diesem Projekt zu unterstützen gibt mehrere Wege. Nicht nur Spenden, sondern auch aktive Mitarbeit sind wertvoll für die Organisation. Spendeninteressierte können ihren finanziellen Beitrag unter folgenden Daten zukommen lassen oder einfach den QR-Code aus Ihrer Banking-App scannen:

Empfänger: Institute Water for Africa e.V.

Bank: Evangelische Bank eG

IBAN: DE76 5206 0410 0005 0240 13

BIC: GENO DE F1 EK1

Verwendungszweck: P20303 – Labor,  Adresse (für die Abwicklung einer Spendenbescheinigung benötigt Institute Water for Africa e.V. diese Angabe)

Oder unter: https://www.betterplace.org/en/projects/116308-water-supply-for-hospital-in-the-democratic-republic-of-congo

Weitere Informationen zu Projekten von Institute Water for Africa e.V. sind unter anderen hier zu finden:

https://water-for-africa.org/en/

https://www.instagram.com/institute_waterforafrica/

https://www.facebook.com/institutewaterforafrica/

Andere Themen

(Un-)strukturierte Daten in elektronischen Patientenakten: Vom digitalen Scan zur medizinischen Informationsquelle

Durch die Einführung des verpflichtenden E-Rezeptes Anfang diesen Jahres und der bevorstehenden verpflichtenden elektronischen Patientenakte ab 2025 scheinen Papierakten im Gesundheitssystem längst der Vergangenheit anzugehören. Doch trotz der fortschreitenden Digitalisierung sieht die Realität anders aus: Wenig bis gar nicht systematisierte Papierdokumente stellen Ärzt:innen auch in diesem Jahr weiterhin vor große Herausforderungen. Umso wichtiger scheint es, genau diese Dokumente mit essenziellen Informationen systematisch zu digitalisieren.

Weiterlesen »

Extrahieren, anreichern, teilen: der medicalvalues Ansatz für ein zentralisiertes diagnostisches Datenmanagement

Die steigende Relevanz von Daten im diagnostischen Prozess rückt die Bedeutung von Datenmanagementsystemen in den Vordergrund. Das medicalvalues Diagnostic Data Management System erweitert bestehende Laborinformationssysteme (LIS), um Sie bei der effektiven Implementierung einer Single Source of Truth und der vollen Ausschöpfung vom Potenzial Ihrer Daten zu unterstützen.

Weiterlesen »