{"id":7669,"date":"2024-12-11T17:28:29","date_gmt":"2024-12-11T17:28:29","guid":{"rendered":"https:\/\/medicalvalues.de\/?p=7669"},"modified":"2025-01-13T13:35:12","modified_gmt":"2025-01-13T13:35:12","slug":"software-von-der-stange","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/software-von-der-stange\/","title":{"rendered":"Software von der Stange oder ma\u00dfgeschneidert \u2013 wann lohnt sich was f\u00fcr Klinik und Labor?"},"content":{"rendered":"<p><em>medicalvalues<\/em> hat sich bewusst f\u00fcr einen Plattform-Ansatz entschieden, der es unseren Kunden erm\u00f6glicht, flexibel und effizient auf diese Anforderungen zu reagieren und sich durch moderne IT und KI zu differenzieren. Unser Ansatz hat sich bereits bei einer Vielzahl von Kunden bew\u00e4hrt: von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) \u00fcber regionale Kliniken bis hin zu Universit\u00e4tskliniken und Laborketten. <\/p>\n<h3>Hauptans\u00e4tze der IT-Umsetzung<\/h3>\n<p>Die \u00dcberg\u00e4nge sind flie\u00dfend, aber grunds\u00e4tzlich lassen sich IT-Strategien einer der folgenden drei Hauptrichtungen zuordnen, die sich in ihrem Grad an Anpassungsf\u00e4higkeit unterscheiden:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Einf\u00fchrung einer Standardsoftware<\/strong><\/li>\n<li><strong>Plattform-Ansatz mit individuellen Komponenten <\/strong><\/li>\n<li>\n<p><strong>Vollst\u00e4ndige Individualentwicklung<\/strong><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Um die Unterschiede dieser Ans\u00e4tze besser zu verdeutlichen, ziehen wir einen Vergleich zu Webshops. Da so ziemlich jeder schon einmal einen Webshop bedient hat, soll dieses Beispiel die verschiedenen Herangehensweisen praxisnah illustrieren: <\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>1. Einf\u00fchrung einer Standardsoftware:<\/strong> Bei diesem Ansatz wird eine fertige Standardl\u00f6sung gekauft oder lizenziert, die die Kernfunktionen eines Webshops bereits mitbringt. Ein klassischer Standardansatz erlaubt meist nur geringe Konfigurationen, wie die Anpassung von Logo und Farben, jedoch bleibt die Basis unver\u00e4ndert. Der Vorteil liegt in klar definierten Standardprozessen und einer kurzen Einf\u00fchrungszeit. Ein passendes Beispiel w\u00e4re Shopify: schnell einsatzbereit, aber wenig Spielraum f\u00fcr individuelle Anpassungen. Dieser Ansatz ist optimal, wenn die Software in erster Linie einen einzelnen, klar umrissenen Zweck erf\u00fcllt \u2013 aber nicht als eigener Innovationsbereich gesehen wird.    <\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>2. Plattform-Ansatz:<\/strong> Hier wird eine Plattform (z. B. ein Framework) als Basis genutzt, auf der spezifische Komponenten individuell entwickelt werden. Der Ansatz kombiniert Standardl\u00f6sungen mit ma\u00dfgeschneiderten Anpassungen und bietet somit mehr Flexibilit\u00e4t. Dies entspricht im Vergleich beispielsweise dem Modell von Spryker oder commercetools, die auf eine flexible Modulstruktur setzen und dennoch effiziente Entwicklungs- und Betriebsprozesse erm\u00f6glichen. Individuelle Komponenten wie ein innovativer Produktkonfigurator oder eine KI-basierte Produktsuche k\u00f6nnen entwickelt und integriert werden.   <\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>3. Vollst\u00e4ndige Individualentwicklung:<\/strong> Hierbei handelt es sich um die aufwendigste und zeitintensivste L\u00f6sung. Der gesamte Webshop wird von Grund auf individuell entwickelt, ohne auf Standardsoftware oder Plattformen zur\u00fcckzugreifen. Der Vorteil liegt in der maximalen Differenzierung, wie es beispielsweise bei Amazon der Fall ist. Diese Option ist oft mit hohen Kosten und erheblichen Entwicklungsressourcen verbunden. Zumeist setzen Unternehmen auf diesen Ansatz, wenn auch die sonstige IT-Struktur eher dem \u201eMake\u201c als \u201eBuy\u201c Ansatz verfolgt.    <\/p>\n<h3>Besonderheiten des Gesundheitswesens: der Mittelweg als Vorteil<\/h3>\n<p>In klassischen BWL- oder MBA-Programmen wird oft vor der Gefahr gewarnt, \u201estuck in the middle\u201c zu sein \u2013 also zum Beispiel weder besonders kosteng\u00fcnstig noch besonders \u201epremium\u201c zu sein. Doch gerade im Gesundheitswesen, mit seinen komplexen und sich schnell wandelnden Anforderungen \u2013 bei gleichzeitig knappen Ressourcen &#8211; kann ein Mittelweg der beste Ansatz sein. <\/p>\n<h5>Abgrenzung zur reinen Standardsoftware<\/h5>\n<p>Standardanwendungen sind zwar schnell implementierbar, sto\u00dfen jedoch auch schnell an ihre Grenzen, wenn die spezifischen Bed\u00fcrfnisse einer Klinik oder eines Labors \u00fcber die Standardprozesse hinausgehen. \u00c4hnlich zu anderen Branchen (z.B. Automobilbranche) wird IT im Gesundheitswesen zunehmend als Differenzierungsmerkmal betrachtet. Dies ist mit reiner Standardsoftware nur begrenzt m\u00f6glich. <\/p>\n<p>Im Gesundheitswesen bestehen zudem h\u00e4ufig gewachsene IT-Strukturen, die Integration in bestehende Prozesse (z. B. auch im Kontext Stammdaten) ist meist aufwendiger als in anderen \u201ejungen\u201c Branchen, die von Beginn an nur Cloud und API-first Produkte eingef\u00fchrt haben. Auch die Betriebsmodelle \u2013 die bei reiner Standardsoftware vorgeben sind (teils z. B. nur Cloud) \u2013 passen nicht f\u00fcr jede Klinik oder Labor. <\/p>\n<h5>Abgrenzung zur Individualentwicklung<\/h5>\n<p>Eine vollst\u00e4ndige Individualentwicklung bietet zwar maximale Flexibilit\u00e4t, ist jedoch mit hohen Kosten und Ressourcen verbunden \u2013 nicht nur in der Entwicklung, sondern auch im Betrieb. Auch regulatorische Vorgaben erfordern oft die Entwicklung von Funktionen, die wiederum Zeitaufwand und Kosten erh\u00f6hen. Parallel besteht ein hoher Innovationsdruck, die Entwicklung im Bereich der KI schreitet z\u00fcgig voran. Wenn ich \u2013 bei begrenzten IT-Ressourcen \u2013 auf die reine Individualentwicklung setze, besteht also die Gefahr, dass ich vor allem viel Geld in \u201eCommodity\u201c (also Standardfunktionen) investiere, die mich nicht differenzieren. Es wird also das Gegenteil des initialen Ziels erreicht.   <\/p>\n<h3>Der Plattform-Ansatz von <em>medicalvalues<\/em>: Flexibilit\u00e4t und Effizienz vereint<\/h3>\n<p>Der <em>medicalvalues<\/em> Plattform-Ansatz kombiniert die notwendige Innovationsf\u00e4higkeit und Flexibilit\u00e4t mit Effizienzgewinnen durch Standardkomponenten. Unsere Plattform bietet modulare L\u00f6sungen, die kontinuierlich erweitert werden und individuelle Anpassungen f\u00fcr spezifische Kundenanforderungen erlauben. Dies erm\u00f6glicht es unseren Kunden, auf die dynamischen Anforderungen des Gesundheitswesens effektiv zu reagieren, eigene Innovation und Differenzierung voranzutreiben und gleichzeitig einen effizienten Betrieb und Einf\u00fchrung sicherstellen.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die IT-Landschaft im Gesundheitswesen steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen \u2013 darunter die wachsende Komplexit\u00e4t, sich ver\u00e4ndernde Prozesse und die Notwendigkeit einer regionalen Vernetzung. Diese Anforderungen lassen sich nur bedingt mit der bereits eingesetzten (und zumeist veralteten) Software begegnen und es besteht der Bedarf an neuen, modernen L\u00f6sungen. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Von der Stange, ma\u00dfgeschneidert oder Mittelweg \u2013 welche IT-Strategie lohnt sich wann?  <\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":7678,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[62],"tags":[96,97,95],"class_list":["post-7669","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-technologie-und-innovation","tag-it-de","tag-losung","tag-software-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7669","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7669"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7669\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7680,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7669\/revisions\/7680"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7678"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7669"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7669"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7669"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}