{"id":5684,"date":"2023-09-08T06:43:37","date_gmt":"2023-09-08T06:43:37","guid":{"rendered":"https:\/\/medicalvalues.de\/?p=5684"},"modified":"2024-06-11T22:34:10","modified_gmt":"2024-06-11T22:34:10","slug":"innovation-und-flexibilitaet-im-labor-modulare-ansaetze-fuer-laborinformationssysteme-lis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/innovation-und-flexibilitaet-im-labor-modulare-ansaetze-fuer-laborinformationssysteme-lis\/","title":{"rendered":"Innovation und Flexibilit\u00e4t im Labor: Modulare Ans\u00e4tze f\u00fcr Laborinformationssysteme (LIS)"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"5684\" class=\"elementor elementor-5684\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-556bae1 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"556bae1\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-9b5daeb\" data-id=\"9b5daeb\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-35b0475 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"35b0475\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p style=\"color: #000000\" data-pm-slice=\"1 1 []\">Die meisten Laborinformationssysteme (LIS) wurden im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt, was in einer wachsenden Komplexit\u00e4t mit teilweise \u00fcberlappenden Diensten, oft angepassten Prozessen und mehreren Direktverbindungen zwischen den einzelnen Komponenten resultiert. Aus Systemsicht besteht noch erheblicher Spielraum f\u00fcr Verbesserungen in Bezug auf die IT-Infrastruktur und -Architektur, um stabile Prozesse zu gew\u00e4hrleisten und gleichzeitig den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Grad an Flexibilit\u00e4t f\u00fcr Innovationen und die steigenden Anforderungen an moderne IT-Systeme zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<h3 data-pm-slice=\"1 1 []\">Systemkomplexit\u00e4t bremst innovativen Fortschritt<\/h3>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Die Komplexit\u00e4t der Systeme limitiert die effiziente Nutzung der Funktionalit\u00e4ten und Daten: Informationen m\u00fcssen oftmals redundant gepflegt werden. Aufgrund mangelnder Schnittstellen ist die Synchronisation von Analyse- und Patientendaten nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich und obwohl die meisten Prozesse bereits digital abgebildet werden, bedarf es noch viel manueller Arbeit auf Workflow-Ebene. Entscheidungen (sowohl auf Unternehmens- als auch auf Patientenebene) k\u00f6nnen nicht in Echtzeit getroffen und ausgesteuert werden. Selbst Routineaufgaben (z.B. Onboarding neuer Einsender oder Einholen von Kundenfeedback) sind h\u00e4ufig intransparent und oft nicht automatisiert. Besteht der Wunsch nach der Einf\u00fchrung neuer Funktionalit\u00e4ten, sind diese meist aufw\u00e4ndig umzusetzen, hersteller-abh\u00e4ngig (Vendor-LockIn) und teuer (z.B. aufgrund fehlender Schnittstellen). Durch die daraus resultierende Tr\u00e4gheit ist es schwierig, schnell auf sich \u00e4ndernde externe und interne Einflussfaktoren zu reagieren.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/medicalvalues.de\/wp-content\/uploads\/Screenshot-2023-09-04-at-17.16.28.jpeg\" alt=\"\" width=\"1718\" height=\"966\"><\/p>\n<h3 data-pm-slice=\"1 1 []\">Aktuelle Ans\u00e4tze und deren H\u00fcrden<\/h3>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Angesichts dieser Herausforderungen steigt die Nachfrage nach neuen M\u00f6glichkeit, um LIS aktuell zu halten und sich an interne und externe Herausforderungen anpassen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir beobachten hierbei oft zwei Optionen, die IT-Anbieter versprechen:<\/p>\n<ol start=\"1\">\n<li>\n<p>Den Kauf weiterer Einzell\u00f6sungen (wie z.B. eines neuen Order Entry-Systems)<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Die Migration des bestehenden Systems in die Cloud<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Obwohl beide L\u00f6sungen in bestimmten Aspekten hilfreich sein k\u00f6nnen, reichen sie oft nicht aus, um die zentralen Herausforderungen der IT-Architektur zu bew\u00e4ltigen. Das Hinzuf\u00fcgen eines neuen &#8222;Front-Ends&#8220; zu Ihrem LIS (neues Order Entry) l\u00f6st noch immer nicht das Problem der zahlreichen, komplexen Punkt-zu-Punkt-Integrationen. Auf der anderen Seite bietet Ihnen die Verlagerung eines &#8222;monolithischen&#8220; und hochgradig individualisierten LIS in die Cloud weder monatliche Updates noch die Flexibilit\u00e4t, die die Cloud-Nutzung normalerweise verspricht.<\/p>\n<h3 data-pm-slice=\"1 1 []\">So kann effiziente LIS-Optimierung aussehen<\/h3>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Wir empfehlen, einen Schritt zur\u00fcckzutreten und die IT-Architektur sowie die konkreten Prozessanforderungen zu analysieren. Oft bietet sich eine hervorragende Gelegenheit, zu einer modulareren Architektur \u00fcberzugehen. Anstatt dem LIS weitere Funktionen hinzuzuf\u00fcgen, sollten die Kernprozesse\/-aufgaben des Systems definiert werden und dar\u00fcber hinausgehende Funktionalit\u00e4ten in erg\u00e4nzende Module ausgelagert werden.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ist zu \u00fcberlegen, welche <strong>Daten<\/strong> tats\u00e4chlich im LIS gepflegt und gef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Das LIS wird fortw\u00e4hrend das f\u00fchrende System f\u00fcr Labortests sein. Dennoch besteht beispielsweise keine Notwendigkeit, alle pr\u00e4analytischen Informationen in die LIS-Daten aufzunehmen. Hier besteht auch die M\u00f6glichkeit einen Blick auf andere Branchen-L\u00f6sungen (z.B. ERP- und CRM-Funktionen) zu werfen. In beiden Systemen werden Kundeninformationen ben\u00f6tigt. ERP verwaltet hier bestimmte Informationen wie die Rechnungsstellung, w\u00e4hrend das CRM marketingrelevante Informationen enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Ein weiterer zur ber\u00fccksichtigender Aspekt, ist die System- und Daten-<strong>Interoperabilit\u00e4t<\/strong>. Durch die Verwendung offener Schnittstellenstandards (wie FHIR) und die Einf\u00fchrung international anerkannter Standards f\u00fcr medizinische Daten (z.B. LOINC, SNOMED CT) kann eine effektive Kommunikation zwischen den Systemen erm\u00f6glicht werden. Dabei ist es nicht notwendig in oftmals \u00fcberteuerte Schnittstellen zu investieren. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in unserem Blogartikel: &#8222;<em><a href=\"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/die-verwendung-von-loinc-standards-im-elektronischen-meldesystem-demis\/\">Die Verwendung von LOINC-Standards im elektronischen Meldesystem DEMIS<\/a><\/em>&#8222;.<\/p>\n<p>Den wichtigsten Vorteil des modularen Ansatzes sehen wir jedoch in der M\u00f6glichkeit f\u00fcr <strong>mehr Innovationen <\/strong>und der Vermeidung des LockIn-Effekts. Das LIS kann hierbei schlank und auf die Kernprozesse konzentriert bleiben. Andere Funktionalit\u00e4ten werden in erg\u00e4nzende Module ausgelagert. So kann beispielsweise ein intelligentes Workflow- und Datenmanagement eingebunden werden, welches Prozessschritte automatisiert und steuert (z.B. die digitale Umsetzung von SOPs). Zudem erleichtert es Routineaufgaben wie das Onboarding neuer Kund:innen. Hinzu kommt ein zentrales Auftragsmanagement, das die integrierte Laboranforderung und das Reporting in einem Tool vereint. Au\u00dferdem k\u00f6nnte es eine konsistente und sichere Auftragsabwicklung von intelligenten und aggregierten Auftr\u00e4gen sowie Ergebnissen (POCT, Inhouse-Labor, externe \u00dcberweisung&#8230;) gew\u00e4hrleisten.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-507226d elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"507226d\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3 data-pm-slice=\"1 1 []\">Wir erm\u00f6glichen Agilit\u00e4t durch Modularisierung<\/h3><p data-pm-slice=\"1 3 []\"><em>medicalvalues<\/em> bietet eine horizontale Plattform an, die auf dem bestehenden LIS aufbaut und auf die individuellen Bed\u00fcrfnisse des Labors abgestimmt ist. Konkret bedeutet dies:<\/p><ul><li><span style=\"color: var( --e-global-color-0036fda );font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;font-size: var( --e-global-typography-text-font-size )\">Individuelle L\u00f6sungen statt Vendor-LockIn<\/span><\/li><li data-pm-slice=\"1 3 []\"><span style=\"color: var( --e-global-color-0036fda );font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;font-size: var( --e-global-typography-text-font-size )\">Plattformunabh\u00e4ngigkeit statt Insell\u00f6sungen<\/span><\/li><li data-pm-slice=\"1 3 []\"><span style=\"color: var( --e-global-color-0036fda );font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;font-size: var( --e-global-typography-text-font-size )\">Integration von international anerkannten Standards (z.B. LOINC) und FHIR-Schnittstellen anstelle von Datensilos<\/span><\/li><li data-pm-slice=\"1 3 []\"><span style=\"color: var( --e-global-color-0036fda );font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;font-size: var( --e-global-typography-text-font-size )\">Intelligentes Workflow- und Datenmanagement (z.B. zentrale Stammdatenverwaltung)<\/span><\/li><li data-pm-slice=\"1 3 []\"><span style=\"color: var( --e-global-color-0036fda );font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;font-size: var( --e-global-typography-text-font-size )\">Zentrales Order Management<\/span><\/li><\/ul><p><br \/>Die Implementierung von modularen Systemen kann Laboren helfen, die Grenzen des LIS zu \u00fcberwinden, ohne es neu aufzubauen. Unser Team bei <em>medicalvalues<\/em> kann die Architektur und Prozesse Ihrer Plattform \u00fcberpr\u00fcfen und eine Vereinfachung und Modularisierung anbieten, um Laboren langfristige Agilit\u00e4t zu erm\u00f6glichen.<\/p><p><span style=\"color: var( --e-global-color-0036fda );font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;font-size: var( --e-global-typography-text-font-size )\">\u00a0<\/span><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Labormedizin beeinflusst nahezu 70% der klinischen Entscheidungsfindung entlang des gesamten Versorgungsprozesses und nimmt eine zentrale Rolle bei der Pr\u00e4vention, Diagnosestellung und Therapie\u00fcberwachung ein. Diese Funktion bedarf eine moderne Ausstattung sowie Infrastruktur. Um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, sind viele Laborinformationssysteme (LIS) jedoch immer komplexer und kundenspezifischer geworden, was wiederum die Flexibilit\u00e4t und Innovationsf\u00e4higkeit in vielen Bereichen einschr\u00e4nkt. Doch wie k\u00f6nnte eine moderne LIS-Infrastruktur tats\u00e4chlich aussehen?<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":5699,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[61,62],"tags":[],"class_list":["post-5684","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-diagnostik","category-technologie-und-innovation"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5684","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5684"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5684\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7046,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5684\/revisions\/7046"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5699"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5684"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5684"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/medicalvalues.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5684"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}